Bio & Lebensmittel
Kommentare 1

Warum Fermentiertes so gesund ist

Kimchi Fermentiertes gesund Rezept

In diesem Beitrag nehmen sich Melanie und Sönke vom Vollwertblog eines ganz neuen Themas an: Fermentieren in der Küche. Das ist nämlich nicht nur gesund, es gibt auch eine Menge spannende Rezepte zum Ausprobieren. Wie wäre es zum Beispiel mit koreanischem Kimchi?

Obwohl unsere Ernährung schon recht gesund ist, suchen wir immer noch nach Möglichkeiten diese weiter zu optimieren und experimentieren mit neuen Elementen. Einer unserer Vorsätze fürs neue Jahr war “mehr Fermentiertes” in unseren Speiseplan aufzunehmen. Unser derzeitiges Lieblingsrezept um koreanisches Kimchi selbst herzustellen, wollen wir euch daher unbedingt vorstellen.

Warum Fermentieren?

Der Darmflora, dem sogenannten Mikrobiom aus vielen verschiedenen Mikroorganismen, setzen wir gewöhnlich ganz schön zu: Stress, Antibiotika, Umweltgifte, Konservierungsstoffe, reichlich tierische Produkte, viel Süßes und jede Menge stark verarbeitete ballaststoffarme Nahrung sorgen dafür, dass sich manche Mikroorganismen im Darm im Übermaß vermehren und andere Arten verschwinden. Dadurch funktioniert das komplexe Zusammenspiel im Darm irgendwann nicht mehr richtig. Ist der Darm erstmal langfristig aus der Balance gekommen, können sich diverse Krankheiten entwickeln. Die müssen sich nicht zwangsläufig im Darm bemerkbar machen. So werden z.B. auch Allergien und selbst psychische Störungen wie ADHS mit einem gestörten Mikrobiom in Zusammenhang gebracht.

Die vielfältigen lebenden Mikroorganismen aus unerhitzen, fermentierten Lebensmitteln helfen unserem Darm wieder in Balance zu kommen und ein stabileres Mikrobiom auszubilden, das Belastungen besser verkraften kann. Fermentierte Lebensmittel, die nicht vor dem Essen erhitzt wurden, sind also beste Probiotika. Sie enthalten genau die Mikroorganismen, die für Gesundheit in unserem Darm sorgen. Erhitzen ist so problematisch, da es die Mikroorganismen abtöten und dadurch deren gesundheitlicher Nutzen verloren gehen würden. Leider sind die meisten gekauften fermentierten Produkte pasteurisiert, also erhitzt. Daher ist es am besten selber zu fermentieren! :-)

Kimchi

Traditionell wurden überall auf der Welt viele fermentierte Lebensmittel gegessen. Bekannt sind z.B. Sauerkraut, verschiedenstes sauer eingelegtes Gemüse, Essig, japanisches Miso oder koreanisches Kimchi. Von letzterem sind wir wegen seinem würzigen Geschmack ganz besonders begeistert.

Kimchi stammt aus der koreanischen Küche und ist dort nicht wegzudenken. Kimchi wurde sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe aufgenommen. Dabei gibt es aber gar nicht das eine Kimchi Rezept. Die Zutaten unterscheiden sich je nach Region in Korea deutlich. Zum Teil werden sogar Meeresfrüchte ins Kimchi gegeben. Typisch ist jedoch als Grundzutat Chinakohl, der zusammen mit den übrigen Zutaten fermentiert wird. Traditionell wird der Chinakohl zunächst für mehrere Stunden in Salzwasser eingelegt, bis dieser dann ausgewrungen und weiterverarbeitet wird. Das war uns immer zu aufwändig und hat uns lange abgeschreckt Kimchi anzusetzen. Als wir dann ein schnelles Rezept ohne vorheriges Einweichen vom Chinakohl entdeckten, haben wir uns an die Zubereitung gewagt und bemerkt, wie einfach die Herstellung ist. Nur das Schneiden der Zutaten kann etwas länger dauern.

Pur ist der Geschmack etwas vom Kimchi recht kräftig. Kimchi essen wir daher gerne als Beilage zusammen mit gemischtem Salat, Brot oder warmen Gemüsepfannen.

Kimchi RezeptKimchi

Zutaten:

  • 750 g Chinakohl
  • 300 g Rettich
  • 200 g Möhren
  • 1 kleiner (ca. 100 g) Apfel
  • 30 g Ingwer
  • 10 g Knoblauch (2 Knoblauchzehen)
  • 1 frische (ca. 8 g) Chilischote
  • 20 g Meersalz

Zubereitung:

Das Gemüse und Obst gründlich waschen. Den Chinakohl in mundgerechte Stücke schneiden. Den Rettich und die Möhre in feine Streifen oder Stifte schneiden. Den Apfel würfeln. Alles in einen großen Topf oder eine große Schüssel geben.

Den Ingwer und den Knoblauch schälen sowie die Kerne aus der Chilischote entfernen. Ingwer, Knoblauch und Chili in einer geeigneten Küchenmaschine zerkleinern. Zu den übrigen Zutaten geben und das Salz ergänzen.

Mit einem Kartoffelstampfer alles kräftig stampfen.Dann umrühren und nochmals stampfen. Noch 4 – 5 Mal umrühren und jeweils stampfen. Die gestampften Zutaten für mindestens 2 Stunden stehen lassen, damit sich Flüssigkeit bildet.

Dann in heißausgewaschene Gläser geben. Zum oberen Rand sollten ein paar Zentimenter platz sein, denn der Kimchiansatz wird sich etwas ausdehnen. Den Kimchiansatz beim Einfüllen immer wieder gut zusammendrücken, damit möglichst alle Luftblasen herausgehen und das Gemüse vollständig von Flüssigkeit bedeckt ist.

Die Deckel der Gläse nur lose aufsetzen und in der Küche für 2-7 Tage stehen lassen. Jeden Morgen und Abend das Gemüse mit einem Löffel kräftig zusammen pressen, damit es wieder von Flüssigkeit bedeckt ist.

Ab dem zweiten Tag könnt ihr anfangen das Kimchi zu probieren. Wenn es den für euch richtigen Geschmack erreicht hat, könnt ihr die Deckel fest aufschrauben und im Kühlschrank lagern. Dort soll sich Kimchi für mehrere Monate halten, bei uns war es bislang aber viel schneller aufgegessen.

Wie gefällt Ihnen der Beitrag von Melanie und Sönke? Haben Sie schon Erfahrung mit dem Fermentieren in der Küche gemacht?

Kategorie: Bio & Lebensmittel

von

Melanie & Sönke sind unsere SuperBioBlogger. Die beiden ernähren sich und ihre kleine Tochter Melissa vollwertig und kaufen dafür im SuperBioMarkt in Osnabrück ein. Darüber bloggen sie hier als Gastblogger und in ihrem Vollwert-Blog.

1 Kommentare

  1. Ich möchte mich einfach bei Biolog bedanken. Ich bekomme ganz gerne immer eure Bio und Alternative Rezepte sowie die Stimmung um die Ernährung in allgemein zu verbessern und zu genießen . Danke und viel Erfolg

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *